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Organometrie
Ein ganzheitliches Diagnose- und Therapieverfahren
“Mißachte nicht eine kleine Krankheit, für die es ein Heilmittel gibt – wende das Heilmittel an.”
(alt-ägyptische Weisheit)
Viele Menschen fühlen sich krank und müde, spüren einen empfindlichen Leistungsabfall schon in jungen Jahren — und doch bringen medizinische Tests keinerlei auffällige Ergebnisse. Dennoch bleibt das klare Gefühl, daß „etwas nicht stimmt“.
Dieses Gefühl ist auch zutreffend: Bei einem großen Teil der Bevölkerung ist die feinstoffliche Regelung der verschiedenen Organsysteme gestört, was sich in einer ganzen Reihe von unklaren Symptomen äußert, die alle zusammen ein beständiges körperliches Unwohlsein hervorrufen können.
Die Ursache für diese Fehlsteuerung liegt u. a. in den Folgen von Umweltbelastungen, Giften im Wohnbereich, chemischen Pharmaka und ungesunder Lebensweise. Häufig kann der behandelnde Arzt mit den herkömmlichen Methoden nur eine kurzfristige Besserung der Symptome erreichen.
Doch wünschen sich viele Menschen von ihrem Arzt medizinische Verfahren, die eine ganzheitliche Sicht des Patienten zugrunde legen und nicht nur die aktuelle Symptomatik betrachten. Ein ganzheitliches Diagnose und Therapieverfahren — die Organometrie — kann Klarheit und grundsätzliche Hilfe bringen.
Die Organometrie wurde bereits Anfang der 50er Jahre von Dr. Reinhard Voll in ihren Grundzügen entdeckt und zu einem Diagnose- und Therapieverfahren entwickelt. Er fand heraus, daß bestimmte Punkte auf der Hautoberfläche einen Bezug zu den inneren Organen aufweisen —analog zu dem System der Akupunkturpunkte und der Körpermeridiane in der traditionellen chinesischen Medizin. Das von Dr. Voll entwickelte System machte es möglich, durch elektrische Messungen auf der Haut an den genannten Punkten auf den Energie- bzw. Gesundheitszustand der jeweiligen Organe zu schließen.
Dr. Werner Grauberger entwickelte die Methode weiter und ergänzte sie mit homöopathischen Komplexmitteln. Die Organometrie ermittelt ganz individuell für den einzelnen Patienten die jeweiligen Heilmittel.
Der Einsatzbereich für dieses Diagnose- und Therapieverfahren ist breit gefächert. An erster Stelle stehen die weit verbreiteten Allergien, für die mit herkömmlichen Methoden eine grundsätzliche Heilung ausbleibt. Hier kann die tiefere Ursache gefunden und eine wirksame Therapie eingeleitet werden. Die zahlreichen Erscheinungsformen rheumatischer Erkrankungen lassen sich mit Hilfe der Organometrie wirkungsvoll lindern oder gar beseitigen. Migräne, Neuralgien und allgemeiner Leistungsabfall gehören zu den Krankheitsbildern, die auf eine Behandlung durch die Organometrie hervorragend ansprechen. Doch auch auf anderen Gebieten, wie z. B. in der Frauenheilkunde, kann eine solche ganzheitliche Diagnose in ungeklärten Fällen weiterhelfen.
Die Organometrie wird in dieser Praxis zusätzlich zu den traditionellen Therapiemethoden angeboten.
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Klassische Homöopathie
Der Begriff Klassische Homöopathie entstand in dem Bemühen um Abgrenzung von Verwässerungstendenzen (Komplexmittel-Homöopathie) und um Rückbesinnung auf die ursprünglich von Samuel Hahnemann (1755-1843) begründete Homöopathie.
Verwendet werden Einzelmittel in C-Potenzen (Globuli), die in der Regel in Einzel- oder Doppelgaben (zweimal am selben Tag) verabreicht und in der Praxis ausgegeben werden. Desweiteren kommen LM- oder Q-Potenzen zur Anwendung, in der Regel als Dilution (Tropfen), gelegentlich auch als Globuli. Diese werden je nach Potenzhöhe täglich oder in größeren Abständen regelmäßig eingenommen.
Die Auswahl dieser Einzelmittel stellt die eigentliche Kunst dieses genialen und einfachen Therapieverfahrens dar. Dazu ist vor allem viel Zeit und Sorgfalt bei der homöopathischen Anamnese erforderlich. Diese homöopathische Anamnese dauert teilweise ca. 60 bis maximal 90 Minuten, wenn dieses Therapieverfahren im Vordergrund der Behandlung steht. Im Anschluß daran muß der Therapeut noch Hausaufgaben erledigen: Die sogenannte Repertorisation dient der Auffindung des am besten passenden Arzneimittels. Dazu werden die wichtigsten erfragten Symptome in Bezug gesetzt zu den in den Arzneimittelbildern vorkommenden Symptomen und so das (oder die) Arzneimittel herausgefunden, dessen "Bild" am besten zu dem von dem Patienten gezeigten Symptomenbild paßt. Früher hatten Homöopathen dazu dicke Bücher auf dem Schreibtisch liegen (Repertorien), heute kann man das schneller und verläßlicher mit dem Computer erledigen.
Kinder sprechen besonders gut auf homöopathische Behandlung an. Sie sind auch einfacher zu "verstehen", oder sagen wir: homöopathisch einzuordnen. Der Zeitaufwand bei der Anamnese ist bei ihnen daher auch nicht so groß.
Das Ansprechen der homöopathischen Therapie erfordert unterschiedlich viel Zeit. Es ist aber falsch anzunehmen, daß die Wirkung grundsätzlich lange brauche. Auch schnelle oder Sofort-Effekte sind möglich, dies aber eher bei akuten Krankheiten. Je länger eine Krankheit besteht, um so länger braucht natürlich die Umstimmung, die erforderlich ist, um sie wieder zum Verschwinden zu bringen.
Die Klassische Homöopathie ist ein wichtiger Schwerpunkt. Ich grenze mich aber ausdrücklich ab von "Nur-Homöopathen", also Ärzten oder Heilpraktikern, die ausschließlich dieses Therapieverfahren verwenden. Diese haben zwar die Möglichkeit, die Homöopathie sehr zu perfektionieren, verschenken aber die Möglichkeiten anderer naturheilkundlicher Methoden. In meiner nunmehr über 20jährigen Erfahrung mit den verschiedenen Naturheilverfahren konnte ich die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Verfahrens sehr gut in Erfahrung bringen.
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Chirotherapie
Die Begriffe Osteopathie und Chirotherapie werden im Grunde synonym verwendet. Chirotherapie kommt aus dem deutschen Sprachraum, Osteopathie aus dem anglo-amerikanischen Bereich.
Dennoch haben diese Bezeichnungen bei uns einen gewissen Bedeutungswandel erfahren. Die klassische Chirotherapie ist in Deutschland eine (von der Ärztekammer) zugelassene Zusatzbezeichnung für Ärzte.
In England und den USA dominiert die Bezeichnung Osteopathie. Da hier drei- bis vierjährige Ausbildungsgänge existieren, die einen eigenen Berufsstand etabliert und die Therapie auf ein hohes Niveau gebracht haben, hat sich auch in Deutschland sozusagen für die bessere Chirotherapie der Begriff Osteopathie etabliert. Kurz gesagt wird diese ganzheitlicher (ganze Wirbelsäule, Kopfgelenke, Becken, zugehörige periphere Gelenke ...) und mit mehr Zeitaufwand durchgeführt und beinhaltet massage-ähnliche und andere Techniken, z.B. postisometrische Relaxation etc.
Andererseits hat der Ruf der Chirotherapie in Deutschland stark darunter gelitten, daß sie verbreitet in der Kassenmedizin eingesetzt wurde und wird (Stichwort: "Drei-Minuten-Medizin"), was das Niveau zwangsläufig verschlechtert und zu häufigen Komplikationen geführt hat.
Patienten fragen häufig, wie oft man denn "eingerenkt werden" dürfe. Diese Frage resultiert aus dem oben Gesagten. Es macht keinen Sinn, festlegen zu wollen, Chirotherapie dürfe nur so und so oft durchgeführt werden. Wird beispielsweise nur mal schnell an der Halswirbelsäule "herumgerenkt", dann ist das Problem einfach nicht gelöst, auch wenn es zunächst als isoliertes HWS-Problem erscheint und eine (vorübergehende!) Besserung eintritt. Die Wirbelsäule ist eine Einheit, ein Ganzes, und muß immer ganz, d.h. vom Kopf bis zum Becken, behandelt werden. Eine so "befreite", das heißt in allen Segmenten frei bewegliche, Wirbelsäule ist dann stabiler und somit viel weniger anfällig, muß also natürlich auch nicht wiederholt "eingerenkt werden". Erforderlich für eine dauerhafte Besserung sind dann aber noch weitere Maßnahmen wie eine sinnvolle, die muskuläre Balance (Muskel-Gegenmuskel-Gleichgewicht) berücksichtigende sportliche Beübung.
Ein ganzheitlich-medizinischer Ansatz wird auch nie die Möglichkeiten anderer, sich als Ergänzung anbietender Verfahren, außer Acht lassen. Daher ist von Fall zu Fall die Kombination mit neuraltherapeutischen Injektionen, Injektionen in muskuläre Blockaden beeinflussende Muskelansatzpunkte (Packi) und insbesondere Akupunktur sinnvoll. Akupunktur vor allem deshalb, weil sie - entsprechend konzipiert - nicht nur schmerzlindernd, sondern insbesondere auch muskelrelaxierend und seelisch ausgleichend wirken kann.
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Orthomolekulare Medizin
Der Begriff Orthomolekulare Medizin wurde von ihrem Begründer Linus Pauling geprägt. Er behauptete bereits vor über 30 Jahren, daß Vitalstoffe, insbesondere Vitamine, vor chronischen Erkrankungen schützen und sogar lebensverlängernd wirken können. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und essentielle Fettsäuren können, in der richtigen Menge, Konzentration und Kombination angewandt, einen bemerkenswerten Gesundheitsschutz bewirken.
Warum kann nicht einfach eine gesunde, vielseitige Ernährung dasselbe leisten? Um es schlagwortartig zu beantworten: Weil wir in einer besonders giftigen Zeit leben!
  • Schon unter Normalbedingungen liegt der Bedarf an Vitalstoffen heute wesentlich höher als früher. Die verschiedensten Faktoren unserer zivilisatorischen Umwelt belasten die körpereigenen Entgiftungsfunktionen auf ungewöhnliche Art: Belastungen von Luft (Abgase, Lösungsmittel ... ), Böden und damit Nahrungsmitteln (Düngemittel, Herbizide, Pestizide) und Trinkwasser durch zehntausende von vom Organismus nur schwer abbaubaren Fremdstoffen erzeugen durch die Reaktion mit Sauerstoff im Organismus die sogenannten "freien Radikale", die ständig durch spezielle Abfangsysteme neutralisiert werden müssen. Und diese Systeme eben benötigen jeweils bestimmte Mikronährstoffe.
  • Die Qualität unserer Nahrungsmittel hat sich teilweise, d.h. bezüglich des Gehalts bestimmter Vitalstoffe, dramatisch verschlechtert, sogar innerhalb der letzten 10 bis 20 Jahre noch einmal sprunghaft! (Man schätzt z.B., daß der vorzivilisatorische Mensch mit seiner Nahrung ungefähr 500 mg Vitamin C aufgenommen hat. Wir kommen heute, auch bei vielseitiger, sehr gesunder Ernährungsweise mit Mühe auf ein Zehntel dieser Menge.) Hinzu kommt eine Menge von Konservierungs- und sonstigen Zusatzstoffen, mit denen der Organismus durch die Nahrungsaufnahme belastet wird.
  • Mangel im Überfluß: Unsere heutige Durchschnittsernährung ist gekennzeichnet durch eine zu hohe Kalorienzufuhr (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß) bei gleichzeitigem Mangel an Vitalstoffen.

Die durch Orthomolekulare Medizin mögliche Krankheitsvorbeugung, Verbesserung von Lebenskraft und damit Lebensfreude und in bestimmten Fällen auch Heilung oder Verbesserung von chronischen Krankheitszuständen, macht jedoch den Grundsatz Optimaldosierung statt Minimaldosierung erforderlich.
Die meisten frei verkäuflichen Multivitamin-Präparate sind aus folgenden Gründen abzulehnen:
  • Sie enthalten oft eine unsinnige Menge von Zusatzstoffen wie Farb- und Geschmacksstoffe, die den Organismus belasten.
  • Die für den Laien beeindruckende lange Liste von Inhaltsstoffen verdeckt die Tatsache, daß wichtige Substanzen weit unterdosiert sind, so daß eine präventive oder gar therapeutische Wirkung damit nicht zu erzielen ist.

Das praktische Vorgehen in der orthomolekularen Medizin muß sich allerdings natürlich am Einzelfall ausrichten und an dem was es zu behandeln, verbessern oder auf Grund spezieller Gefährdung zu verhindern gilt. Nicht jeder muß eine riesige Palette nahrungsergänzender Substanzen zu sich nehmen. Beim Herz-Kreislauf-Gefährdeten müssen andere Schwerpunkte gesetzt werden als beim Immungeschwächten oder chronisch müden und leistungsgeminderten Patienten. Die Schwangere oder Stillende benötigt andere Nahrungsergänzungen als der ältere Mensch und so weiter. Zudem helfen bestimmte Blutuntersuchungen, spezielle Mängel ausfindig zu machen und gezielt auszugleichen.
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Neural Therapie
Die Neuraltherapie nach Huneke wurde entwickelt und in die Medizin eingeführt von den Brüdern Dr. med. Ferdinand Huneke (gestorben 1966) und Dr. med. Walter Huneke (gestorben 1974).
Es handelt sich um eine Regulationstherapie mit Lokalanästhetika. Lokalanästhetika sind Arzneimittel, die auch zur örtlichen Betäubung begrenzter Gewebebezirke eingesetzt werden, zum Beispiel in der Chirurgie.
Das Wirkprinzip der Lokalanästhetika ist die Stabilisierung und Regenerierung von Membranpotentialen der Zellen, was zur Wiederherstellung der normalen elektrischen Eigenschaften der Zellen führt. Gesunde Zellen haben eine elektrische Spannung, das heißt Potentialdifferenz innen gegen außen an der die Zelle begrenzenden Membran, die in der Größenordnung von 100 Millivolt liegt. Diese Spannung wird durch aktive, energieverbrauchende Prozesse aufrechterhalten. Sie wird verringert, geschwächt und bricht schließlich ganz zusammen bei allen Beeinträchtigungen der Zellen. Dies ist zum Beispiel in Narbengewebe, bei Entzündungen, Quetschungen, Verletzungen aller Art der Fall. Hier nun hat das Lokalanaesthetikum eine stark regenerierende Wirkung. Schon nach einmaliger Injektion in derart geschädigte Areale ist die Zellfunktion oft lang anhaltend wieder normalisiert. Aus Sicht der Neuraltherapie ist die Betäubung also nur ein Nebeneffekt, der nur (bei den verschiedenen Lokalanästhetika unterschiedlich) zwischen etwa zwanzig Minuten und einige Stunden anhält.
Verwendet werden in der Neuraltherapie vor allem Procain und Lidocain. Grundsätzlich sind aber alle Lokalanästhetika auch in der Neuraltherapie einsetzbar.
Der von den Hunekes geprägte Begriff des Sekundenphänomens ist eine Beschreibung der unter der Neuraltherapie möglichen Soforteffekte. Durch Beseitigung eines die Gesamtenergie des Körpers deutlich schwächenden Störherdes können Symptome (z.B. Kopfschmerzen) augenblicklich verschwinden.
Grundprinzip von neuraltherapeutischen Maßnahmen überhaupt ist also die Stärkung des Organismus durch die Beseitigung sogenannter Störherde, die durch Behinderung des elektrischen (!) Energieflusses schwächend und "kränkend" wirken.
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Ozon Therapie
Aus dem in der Luft vorkommenden zweiatomigen Sauerstoff (O2) entsteht durch Energieeinwirkung (Licht, Strahlung, elektrischer Strom) dreiatomiger Sauerstoff (O3), den man Ozon nennt. Ozon ist also energiereicher als der Luft-Sauerstoff. Es ist damit auch reaktionsfähiger. Diese erhöhte Reaktionsbereitschaft wird nun dazu ausgenutzt, bestimmte Wirkungen im Organismus hervorzurufen.
Die in meiner Praxis am häufigsten angewandte sogenannte Große Ozon-Eigenblut-Behandlung, bei der entnommenes Blut mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch angereichert und anschließend zurückinfundiert wird (unter Zugabe von speziell zusammengestellten Vitaminen und Mineralstoffen sowie homöopathischen und pflanzlichen Arzneimitteln) hat folgende Anwendungs-Schwerpunkte:
  • Revitalisierung bei Erschöpfungszuständen, durch Überbeanspruchung, im Alter
  • Rheumatische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen
  • Infektabwehrschwäche oder chronifizierte Virusinfekte
  • Arterielle oder venöse Durchblutungsstörungen, Raucherbeine, offene Beine (Ulcus cruris), zerebrale Durchblutungsstörungen
  • Lebererkrankungen: Viruserkrankungen, Leberzirrhose, toxische Leberschäden, Leberschäden oder Leberschwäche unklarer Ursache
  • Folgen chronischer Gifteinwirkung: Amalgam, Lösungsmittel, Holzschutzmittel ...
  • Therapieeinleitung bei allen Arten chronischer Erkrankungen, Verbesserung der Reaktionsfähigkeit.

Weitere technische Anmerkungen: Das verwendete medizinische Ozon ist eine Mischung aus reinstem Ozon und reinstem Sauerstoff. Es wird gewonnen durch Anlegen einer elektrischen Spannung an ein Gefäß, durch das der reine Sauerstoff geleitet wird (Prinzip der stillen elektrischen Entladung). Durch Variieren der Spannung wird der Anteil Ozon (und damit die zugeführte Menge) eingestellt. Eine Menge von ca. 250 ml Blut wird entnommen, innerhalb eines geschlossenen Systems aus sterilem Einmalmaterial mit dem Ozon-Sauerstoff-Gemisch durchströmt (und dabei leicht verschüttelt) und anschließend zurückinfundiert. Durch die Sauerstoff-Aufsättigung färbt sich das Blut dann hellrot. Die Ozon-Konzentration in dem gewonnenen Gasgemisch wird je nach Anwendung zwischen 0,05% Ozon (und 99,95% Sauerstoff) und 5% Ozon (und 95% Sauerstoff) variiert.
Stichwort OZON:
  • Ozon ist eines der wichtigsten Gase in der Stratosphäre (10 bis 50 km über der Erdoberfläche). In der Ozonosphäre (in 20 bis 30 km Höhe) erreicht es seine maximale Konzentration von 10 ppm (1 Teil Ozon auf 100.000 Teile Luft). Diese Ozonschicht filtert die harte UV-Strahlung der Sonne und schützt damit biologische Systeme auf der Erde vor Schädigung oder Zerstörung durch die harte (energiereiche) UV-Strahlung.
  • Durch Zerstörung der Ozonschicht ("Ozonloch") nimmt diese Filterwirkung ab.
  • "Ozonalarm": in erdnahen Schichten entsteht durch das Zusammenwirken von Abgasen (Stickoxide, Schwefeloxide...) und UV-Strahlung (intensive Sonnenbestrahlung) an heißen Sommertagen vermehrt Ozon. Bei Einatmung von Ozon ab gewissen Konzentrationen schädigt dies die Schleimhautzellen und kann daher bei Dauerbelastung zu Atemwegserkrankungen führen.
  • Ozonloch und Sommer-Ozon-Problematik hängen insofern zusammen als durch die Schädigung der Ozon-Schutzschicht vermehrt energiereiche UV-Strahlung in erdnahe Schichten durchdringt und dort unter dem katalytischen (reaktionsfördernden) Einfluß der erwähnten Abgase zur Bildung relativ hoher Ozonkonzentrationen führt.
  • Den Ozongeruch kennt übrigens fast jeder: bei Gewittern entstehen durch die elektrischen Entladungen (Blitze) kurzzeitig hohe Ozonkonzentrationen.
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Dunkelfeld Mikroskopie
Der Begriff Dunkelfeld beschreibt eine beim Mikroskopieren angewandte Beleuchtungstechnik, bei der das zu untersuchende Objekt von der Seite angeleuchtet und damit besonders plastisch dargestellt wird. Technisch wird dies mittels eines speziellen Kondensors umgesetzt.
Im Dunkelfeld treten somit keine direkten Lichtstrahlen in das Objekt ein, sondern gebeugtes Licht. Die betrachteten Objekte werden selbstleuchtend, wodurch Einzelheiten erkennbar werden, die unter der theoretischen Auflösungsgrenze liegen. Die Möglichkeiten der Lichtmikroskopie werden dadurch also optimal ausgenutzt. Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieser Technik ist der, daß das unveränderte, fließende Blut mit noch lebenden Blutkörperchen und anderen Blutbestandteilen dargestellt wird. (Im Gegensatz dazu steht der klassische, sehr häufig verwendete, Blutausstrich, bei dem eine möglichst dünne, also einzellige, Blutschicht auf einen Objektträger aufgebracht und nach Antrocknung gefärbt wird. Bewegungs- und Wachtumsphänomene sind dabei natürlich nicht sichtbar.)
Technisch möglich wurde die Dunkelfeldmikroskopie erst nach Erfindung einer entsprechend starken Lichtquelle, da durch die Reflexion viel Licht im Kondensor verlorengeht.
Das Blut wird in der Praxis entnommen und sofort untersucht. Zur Dokumentation wird das mikroskopische Blutbild in einer Datenbank gespeichert und im Laufe der Behandlung immer wieder kontrolliert.
Zur Geschichte dieses Blutuntersuchungsverfahrens:
Antoine Béchamp (1816-1908) beschrieb als erster die im Dunkelfeld erkennbaren kleinsten Teilchen (die eine auffällige Beweglichkeit zeigen) als "mikrozymas", Kleinstlebewesen, aus denen seiner Theorie nach andere, höher organisierte Lebewesen entstehen sollten. Es kam gegen Ende des 19. Jahrhunderts zwischen ihm und Luis Pasteur zum Gelehrtenstreit.
Béchamp vertrat dabei die Annahme, daß sich kleinste - im Dunkelfeld sichtbare - lebende Teilchen zu Viren, Bakterien und sogar Pilzen entwickeln könnten.
Pasteur nahm dagegen an, daß jeder Mikroorganismus eine eigene Spezies darstellt, die sich nicht in andere Lebensformen umwandeln könne. Auf Pasteurs Überlegungen fundiert die gesamte heutige Mikrobiologie.
Eine Diskussion dieser beiden Grundthesen findet heute leider im Grunde nicht mehr statt. Die Wissenschaft ist wie so oft vorschnell in eine Richtung gedrängt worden.
Günther Enderlein (1872-1968) führte die Überlegungen Béchamps weiter und entwickelte insbesondere eine dunkelfeldmikroskopische Blutdiagnostik, die die Erstellung eines Krankheitsprofiles zum Ziel hatte. Er stellte detaillierte Untersuchungen zur "Bakterien-Cyclogenie" der Organismen im menschlichen Körper an und formulierte eine komplexe Nomenklatur der Blutbestandteile und der im Blut gefundenen Erscheinungsformen. Es entstanden Begriffe wie Protit (einfaches, im Dunkelfeld gerade noch sichtbares Teilchen), Mychit, Filit oder Synchit. Zur Beschreibung der im Dunkelfeld sichtbaren Erscheinungen wurden diese Begriffe teilweise übernommen.
Genauere Beschreibung des Testverfahrens:
Ein kleiner Blutstropfen wird nach Desinfektion aus der Fingerbeere (oder auch dem Ohrläppchen) entnommen, mit einem Deckgläschen abgetupft und dieses auf den Objektträger gelegt. Bei richtig abgeschätzter Blutmenge ergibt sich zwischen Objektträger und Deckglas eine nur 1 bis 2 Mikrometer dicke Blutschicht, was dazu führt, daß die Erythrocyten (roten Blutkörperchen) nur eine Schicht bilden und gut einzeln gesehen werden können.
Beurteilungskriterien sind (beispielhaft):
  • Anzahl, Größe, Form, Oberflächenbeschaffenheit, Beweglichkeit und Inhalt der Erythrocyten
  • Anzahl, Größe, Form, Beweglichkeit und Inhalt (Lysosomen) der Leukocyten (weißen Blutzellen) und Lymphocyten (Lymphzellen), also insgesamt der Abwehrzellen. (Das menschliche Blut hat ca. 1000 mal mehr rote als weiße Zellen.)
  • Beschaffenheit des Plasmas (Serum, Blutwasser), dabei insbesondere die Frage, ob eine (zu früh) beginnende Blutgerinnung erkennbar ist. Das wäre beispielsweise ein Hinweis für chronische Entzündungen im Körper.
  • Vorkommen von Endobionten im Plasma. Endobionten sind die von Enderlein beschriebenen obligaten (immer, also auch beim Gesunden vorkommenden) Blutparasiten. Protiten, die oben bereits erwähnte häufigste und "normalste" Form kommen beispielsweise schlicht nach dem Essen gehäuft vor. Kommen höher entwickelte Formen (bis hin zu Pilzformen) gehäuft vor, so ist dies je nach Ausmaß und Art ein Belastungs- bis hin zu Krebs-Zeichen oder -Hinweis und würde schlimmstenfalls Anlaß zu weiterer Diagnostik sein.

Bedeutung und Wertigkeit dieses Bluttestverfahrens in der Praxis:
Grundsätzlich spricht man bei der Beurteilung von Tests von Spezifität und Sensitivität. Spezifität bedeutet Sicherheit in der Aussage, Sensitivität Empfindlichkeit der Messung. Ein Test der sehr spezifisch ist, ist in der Regel nicht sehr sensibel und umgekehrt.
Am Beispiel der Leberdiagnostik durch Blutuntersuchung sei dies erläutert. In der klassischen Blutuntersuchung verwendet man zum Feststellen einer Lebererkrankung die sogenannten Transaminasen. Dies sind Enzyme (biologische Reaktionsvermittler und -Steuerer), die im Wesentlichen nur in den Funktionszellen der Leber vorkommen, weil sie eben dort wichtige Funktionen erfüllen. Ihr vermehrtes, das heißt über definierte Grenzwerte hinausgehendes Vorkommen im Blutserum ist ein sicheres Zeichen einer signifikanten Lebererkrankung.
Dieses Zeichen ist aber nicht sehr empfindlich. Es muß schon ein bedeutender Anteil der Leberzellen geschädigt sein (über 30%!), damit er "anspricht". Das aber genügt mir in der naturheilkundlich-ganzheitlichen Diagnostik bei weitem nicht. Denn ich will natürlich auch die "geschwächte", "belastete" Leber bereits vorsorglich behandeln, damit sie überhaupt nicht erst manifest krank wird.
Um dies erkennen zu können, verwendet man unter anderem die dunkelfeldmikroskopische Blutuntersuchung. Diese ist nun umgekehrt sehr sensitiv (empfindlich), erkennt also Leberstörungen schon lange bevor sie eine Erhöhung der Leberenzyme (Transaminasen) erzeugen. Zwangsläufig hat dieser Test nun aber Schwächen in der Spezifität (Sicherheit der Aussage). Das bedeutet hier praktisch, daß die entsprechenden Hinweiszeichen im Dunkelfeld zum Beispiel auch andere Ursachen haben können (als die Leberbelastung). Da es nun für die Beurteilung des Blutes im Dunkelfeld eine lange Liste von Kriterien gibt, ist es bei der Befundung erforderlich, eine Vermutung (Leberschwäche) durch mehrere Kriterien zu erhärten.
Für eine vorsorgende Blutdiagnostik ist es also sinnvoll, mehrere Blutuntersuchungsverfahren durchzuführen, die sich in diesem Sinne ergänzen: Die klassische Labordiagnostik (Leberwerte, Nierenwerte .....) mit einem oder mehreren ganzheitlichen Bluttestverfahren, wie z.B. Dunkelfeldmikroskopische Blutuntersuchung oder HLB-Bluttest.
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Phytotherapie
Das Behandeln mit Pflanzenextrakten hat in allen Kulturkreisen eine lange Tradition. Wir wollen die moderne pharmazeutische Chemie und ihre Errungenschaften keineswegs gering achten. Hat sie uns doch wertvolle Medikamente insbesondere für die Behandlung schwerer Erkrankungen und von Notfällen geliefert. Dennoch gibt es eine Reihe guter Gründe, bevorzugt mit den naturgegebenen Pflanzenextrakten zu behandeln:
  • Pflanzenextrakte enthalten immer eine Komposition von Stoffen, deren Zusammenwirken erst die Gesamtwirkung ergibt.
  • Sie sind wesentlich nebenwirkungsärmer.
  • Sie wirken weniger drastisch.
  • Ihre Herstellung ist bedeutend weniger aufwendig und umweltbelastend
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Akupunktur
Die in der Praxis durchgeführten Akupunkturbehandlungen beinhalten folgende speziellen Verfahren:
  • Körperakupunktur mit Nadeln nach dem System der klassischen chinesischen Meridianlehre.
  • Ohrakupunktur nach dem chinesischen und französischen System, die sich übrigens im wesentlichen nur in der Nomenklatur unterscheiden.
  • Handakupunktur, eine auf somatotopen Bezügen (Reflexzonen) basierende Form der Akupunktur, die vor allem zusätzlich eingesetzt wird
  • Punkte nach den Prinzipien der NPSO (neue punktuelle Schmerz- und Organtherapie nach Siener).
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